• Johanna Czerny

Mineralstoff-Versorgung im Winter

Aktualisiert: 26. Feb. 2020

Lamas und Alpakas benötigen zusätzlich zum Raufutter im Winter eine ausgewogene Mineralstoffmischung. Besonders der geringe Gehalt an Spurenelementen in unseren mitteleuropäischen Breiten kann zu Mangelerscheinungen führen, die in erster Linie an der Haut und ihren Anhangsorganen (Haare) festgestellt werden. Zink, Kupfer, Selen und Mangan sind Mineralstoffe, die in den Ursprungsgebieten von Lamas und Alpakas in Südamerika reichlich vorkommen, und die Ausbildung von so dichtem und isolierendem Vlies erst möglich macht.

Zink ist Bestandteil eines Enzyms zum Aufbau von Keratin. Ein Mangel führt daher zu mangelhafter Ausbildung dieses Proteins und zeigt sich in erster Linie in Haarausfall.

Durch Haare schlechter Qualität verstopfen die Haarbälge, haarlosen Stellen mit Schuppenbildung und der Anfälligkeit für Infektionen sind die Folge.

Einmal entstandene Hauterkrankungen können und müssen abgeklärt werden, Infektionen müssen zunächst diagnostiziert werden (Geschabsel, Abklatsch, Biopsie); Milbenbefall und bakterielle Besiedelung, auch Hautpilz sind jeweils bis zum Abheilen (!) zu behandeln. Die Substitution mit Zink hilft, die Haarbildung wieder anzukurbeln und schützt vor weiterer Verschlechterung. Je nach Schwere der Infektion können haarlose Stellen zurückbleiben, wenn tiefer liegende Strukturen der Haut betroffen waren.

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